Hier mal zu Anfang gleich ein Erfahrungsbericht (...höhöhö...), den ich Anfang des Jahres schon geschrieben habe. Mal schauen, ob ich es noch schaffe, Bilder nachzureichen ;-)
Die Sache war eigentlich schon klar, als es auf der Teambesprechung hieß „Wer möchte, kann
den Elektro-Smart gerne mal bei uns ausprobieren“ und sich sofort einer meiner Kollegen
zu mir umdrehte mit den Worten: “Mareike, das ist doch was für dich!“
Tja,
vier Wochen später war es dann soweit, ich fuhr an einem Dienstag bei unserer Zentrale am Friedrich-Ebert-Damm vorbei und konnte
spontan einen der drei Smart ed mitnehmen – die Wahl fiel auf eines der
beiden Cabrios, denn der Wetterbericht versprach gutes Wetter für das
kommende Wochenende.
Einsteigen, Zündschlüssel drehen
und… „Ready“. Naturgemäß erwacht hier kein Verbrennungsmotor zum Leben,
nur die Anzeige informiert den Fahrer, dass man jetzt startklar sei.
Automatikwählhebel auf „D“ und ab geht’s.
Mit einem Kilometerstand
von niedlichen 336 Kilometern und einer zu gut 80% geladenen Batterie
geht’s also erstmal auf nach Hause. Viele haben mich im Vorfeld gefragt,
ob ich das Auto denn zu Hause laden könnte – nein, kann ich nicht. Aber
es wäre ja auch ein langweiliger Test, wenn es so einfach wäre.
Ausgerüstet ist der Smart übrigens mit einem Kabel, das in jede
Haushaltsteckdose gestöpselt werden kann. Das ist einerseits gut, weil
so eine Steckdose fast immer irgendwo aufgetrieben werden kann,
andererseits kann man damit nicht schnell, sondern eher schnarchladen.
Aber
was nützt ein Autotest, wenn das gute Stück nur vor der Tür steht. Also
wird nachmittags ein Besuch beim Liebsten auf dem Dorf angekündigt –
nicht ohne zu fragen, ob in der Garage auch eine Steckdose vorhanden
ist. Während der gut 50 Kilometer über Autobahn und Landstraße bekomme
ich langsam ein Gefühl für das Verhältnis von prozentualem
Batterieladestand, Energieverbrauch und Restreichweite. Fühlt sich gut
an und ist im Prinzip gar nicht so viel anders als beim Verbrenner.
Mit
99% „Eco“ Fahrweise (also besonders sparsam) komme ich auf dem Dorf an –
ich bin wohl der geborene Elektroauto-Fahrer. Schnell das Ladekabel
eingesteckt, die Stärke des Ladestroms gesenkt um die in die Jahre
gekommene Hauselektrik zu schonen und so darf der Kleine sich über Nacht
wieder aufladen. Mittwoch und Donnerstag verlaufen unspektakulär. Ich
fahre zurück nach Hamburg, die knapp acht Kilometer zur Arbeit und
zurück, ein paar Einkäufe auf dem Weg, alles ganz gewöhnlich, wenn man
von der angenehmen Ruhe mal absieht.
Freitag brauche ich wieder
Strom, denn am Wochenende habe ich noch was vor – nicht nur, dass ich
keine Heimsteckdose habe, der Smart soll mir auch noch beweisen, dass er
in gewissem Maße langstreckentauglich ist und eine Entfernung von mehr
als fünfzig Kilometern zur letzten bekannten Steckdose kein Grund für
Schweißausbrüche sind. Ich will mit dem Smart meine Eltern in Kiel
besuchen.
Aber eins nach dem anderen. Einmal nett gefragt und für
ein paar Euro in die Kaffeekasse und eine kurze Probefahrt darf ich den
Smart auf dem Hof am Arbeitsplatz laden. Mit vollem Akku und voller
Freude auf die Tour am nächsten Tag geht’s am Freitag in den Feierabend.
Samstagmorgen
bekommt meine Zuversicht einen kleinen Dämpfer in Form der
voraussichtlichen Restreichweite. Die zeigt nämlich 103 Kilometer an,
und bis zur Ladesäule in Kiel sind es… 102 Kilometer. Uff. Wir
entscheiden, über die A7 zu fahren – Autobahn ist zwar nicht grad das
Revier eines Stromers, aber zur Not gibt es in Neumünster mehrere
Lademöglichkeiten, die uns auf jeden Fall bis nach Kiel verhelfen
sollten. Also erstmal hoch zur A7, und das gesucht, was sonst niemand
vor sich haben will – einen großen, nicht zu schnellen LKW. Und der Plan
geht auf. Das Windschattenfahren mit guten 90km/h entspannt nicht nur
ungemein, wenn man sich darauf einlässt, es schont auch unglaublich die
Batterie. Letztendlich kommen wir ohne Zwischenstopp und mit einer
lockeren Restreichweite von 23km an unserer auserkorenen Ladesäule am
Citti-Park in Kiel an. Wir haben Glück, die quietschgrün
gekennzeichneten Parkflächen am Haupteingang sind beide frei, und nach
dem wir uns eine Ladekarte an der Information besorgt haben, darf der
Smart sich kostenlos wieder vollnuckeln. Blickfang und
Kommunikationsmittel in einem, wie er da mit seinem gelben Kabel an der
Säule steht…
Am Sonntag zeigt die Restreichweitenanzeige bei
voller Batterie 142 Kilometer – Rekord! Mangels LKW und Windschatten
sinkt der Wert aber in den ersten Kilometern wieder deutlich. Heute wird
noch mal die Verwandtschaft auf dem Land besucht, und das Wetter ist
tatsächlich gut genug, um das Dach auf zu machen und die frische Luft zu
genießen. Sogar die Herren des Hauses lassen sich von dem lautlosen
Flitzer faszinieren, für Lob sorgt auch unter anderem das aufgeräumte
Cockpit. Natürlich findet sich auch hier eine Steckdose im Schuppen, die
wir anzapfen dürfen. Mit voller Batterie geht es dann wieder gen
Hamburg, diesmal leider ohne Windschatten und dementsprechend höherem
Verbrauch. Mit 19 Kilometern Restreichweite stelle ich den Smart zuhause
wieder ab, zur Arbeit morgen sinds nur acht, also alles gut.
Denkste!
Montagmorgen, und was man da sicher nicht lesen will, ist „Low Battery“
statt der Restreichweite. Ab einem Füllstand von unter zehn Prozent
wird er also offensichtlich ungnädig. Das Gefühl auf dem Weg zur Arbeit
ist ungefähr so, als wenn man einen Verbrenner schon seit 45 Kilometern
mit leuchtender Reserveanzeige fährt und sich fragt, ob die nächste
Tankstelle schon immer so weit weg war… Aber alle Sorgen sind
unbegründet, mit 5% Restkapazität rolle ich auf den Hof an die rettende
Steckdose und nach dem Anstöpseln verspricht mir die Ladeanzeige, das in
sechseinhalb Stunden wieder alles gut ist.
Am Dienstag nach der
Arbeit heißt es wieder Abschied nehmen. Ich stromere noch etwas durch
die Hafencity, begegne einem Tesla, mache ein paar Fotos am Öjendorfer
Park und bringe den Smart zum Schluß wieder zu First Class –
Endkilometerstand 821km. Der Abschied fällt mir fast ein bißchen schwer…
Und warum?
Tja,
ich habe hier viel von Kilometern, Reichweiten und Aufladen gesprochen,
aber das Beste kommt zu Schluß: Der Fahrspaß! Der Smart ed bietet (wie
die meisten Elektroautos) eine Beschleunigung, die manchen
Sportwagenfahrer im wahrsten Sinne des Wortes verblüfft stehen lässt.
Straff gefedert und gewohnt klein und wendig, egal ob Spurwechsel,
Abbiegen oder Parken, keine Lücke ist zu klein. Und das alles völlig
ohne Vibrieren oder Ruckeln – Smart fahren, wie es sein sollte. Klar,
das Smart Cabrio hat noch mehr zu bieten, aufgeräumtes Cockpit,
Touchscreen mit Navi, ohne Dachholme maximales Frischluftfeeling… aber
der Fahrspaß überwiegt ALLES. Ich habe in sieben Tagen 485 Kilometer
zurückgelegt, ohne Heimsteckdose, aber mit unglaublich viel
Begeisterung, und ich kann jedem raten, es einfach mal auszuprobieren.
Für mich war es mit Sicherheit nicht das letzte Mal mit dem kleinen
Flitzer!
Kleiner Nachtrag: das war vor nicht ganz einem halben Jahr. Jetzt habe ich zwei der kleinen Flitzer an meiner Station stehen und bringe wohl mehr Leute dazu, Elektroauto zu fahren, als irgendjemand sonst :D
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Freitag, 22. August 2014
Sonntag, 26. Februar 2012
Wir hatten mal wieder ein wunderschönes Wochenende und haben beim Cachen mit Tami, Falko und Marco das schöne Wetter genossen. Okay, da wo es windig war es nicht soooo schön, eher ganz schön kalt, aber was solls. Hat trotzdem Spaß gemacht, ist nämlich eine tolle Gruppe^^ Für Ende März ist schon der nächste Ausflug geplant.
Jetzt ist Peter zur Fortbildung, und ich geh gleich endlich ins Bett - morgen muss ja schließlich wieder Auto gefahren werden!
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